Der Projektor sollte an die Raumgröße angepasst sein. Natürlich sind hier große Toleranzen möglich.
Der minimale Abstand sollte das doppelte der Bildlänge sein.
Der Projektor sollte so aufgestellt sein, dass die Unterkante des Bildes bei etwa 1,20 m für sitzendes und 1,60 m für stehendes Publikum beginnt.
Lichtverhältnisse
Vernünftiges Heimkino beginnt bei stark verdunkeltem Raum.
Trotzdem sollte der Projektor eine Helligkeit ab 600 Ansi-Lumen
besitzen. Je kleiner die Leinwand,
je kleiner der Raum umso weniger Helligkeit reicht aus.
Ein Grenzwert nach unten dürften etwa 400 Ansi-Lumen bei
LCD und DLP
Projektore sein, weniger sollte man sich und dem Publikum
nicht antun. Es sollen aber auch nicht über ca. 1200
AnsiLumen sein. Alle Projektoren die heller sind, sind
mehr für Präsentationen in hellen Räumen
geeignet. Beim Heimkino zählt aber mehr der Schwarzwert
der bei einem 3000 AnsiLumen Projektor natürlich
nicht besser sondern schlechter wird, weil die TFT Panels
ja noch immer die selben sind. Außerdem muß
dann auch mehr gekühlt werden, womit der Ventilator
lauter wird.
Bei Röhrenprojektoren muss
der Faktor mal zwei genommen werden, um ungefähr einen
vergleichbaren Wert zu erziehlen.
Personenzahl
Je größer das Publikum umso lichtstärker der Projektor, desto größer die Leinwand, desto höher sollte die Auflösung des Projektors sein. Die Auflösung richtet sich natürlich auch stark nach dem dargestellten Bildinhalt, grundsätzlich ist kleine Textdarstellung nur mit mindestens XGA (1024x768) Auflösung zu bewältigen.
Mobil oder Stationär
Hier spielen die Abmessungen und das Gewicht des Projektors
eine Rolle. Grundsätzlich: Je leichter und kleiner, desto
mobiler. Auch sollte auf die verwendete Lampe (Erschütterungen)
und das Projektions-System geachtet werden. Ein LCD-Projektor
ist hier robuster als ein DLP-Projektor mit Farbrad und
vielen hunderttausenden von einzelnen beweglichen Spiegeln.
In unserer Datenbank unterscheiden wir:
Micro-Portabel (0 - 1kg)
Ultra-Portabel (1,2 - 2 kg)
Standard-Portabel (2 - 5 kg)
Stationär (ab 5 kg)
Grossanlässe
Heimkino
High End Homecinema
Format
Das Seitenverhältnis ergibt sich aus der Zuspiel-Quelle. Übliche Formate sind: ( Höhe : Breite ) = 1:1 Overheadtechnik, 2:3 Dia ( Kleinbild ), 4:3 PC-Anwendungen und Videoformat 16:9 Breitbild, Cinemascope-Format.
Wenige Projektoren besitzen ein 16:9 TFT Paneloder DLP Chip, was fürs Heimkino optimal ist.
Die meisten Projektoren besitzen einen 4:3 Chip, so dass dieses Format auch als Bildpunkte zur Verfügung stehen.
Eine Formatänderung (16:9) bedeutet bei LCD und DLP Projektoren immer Auflösungsverlust. Weil der obere und untere schwarze Balken beim TFT Panel oder bei den Spiegeln einfach nur ausgeschaltet wird.
Abhilfe: Die Auflösung des Projektors genügend hoch wählen
am besten XGA und, oder ein Vorsatzobjektiv (Cinemascope).
Röhrenbeamer haben sogar die möglichkeit ein 16:9
Bild real zu komprimieren. Das heist das die Linien näher
beieiander liegen. Dadurch erreicht man eine Horizontal
höhere Auflösung, und ein helleres Bild. Wo selbst
die störenden Interlacelinien
schlechter zu erkennen sind. Dann kann sogar noch ein etwas
älterer Baseband Röhrenprojektor für echtes
Kinofeeling sorgen.
Zoom (Bei Röhrenbeamer nicht möglich)
Die Brennweitenverhältnisse
Tele-Weitwinkel von digitalen Projektoren sind nicht gerade üppig ( Faktor 1,3 bis 1,5). Ein Motorzoom ermöglicht eine Bedienung per Fernbedienung.
Sehr viele Projektoren bieten dazu auch noch einen digitalen Zoom an.
Vorteil ist wichtige Details größer darstellen zu können.
Aber nur wenn ich den Zoom-Bildauschnitt wählen kann, macht dies Sinn!
Einsatzdauer
Die Lebensdauer der Lampe des Projektors
entscheidet über den geplanten Einsatz. Eine Metalldampflampe
leuchtet etwa 2000Std, allerdings lässt die Helligkeit nach
etwa 1000Std. nach, so dass die Lampe meist früher getauscht
wird. Manche besonders lichtstarke Projektoren sind mit
Metalldampflampen sehr hoher Leistung ( ab 250 Watt) bestückt.
Diese Lampen halten teilweise nur 700 Stunden. Projektoren
mit UHP/UHE/Xenon Lampen sind hier deutlich langlebiger.
Diese Lampen verhelfen dem Projektor zu konstanter Helligkeit
über die gesamte Lampenlebensdauer. Typische Lebensdauer
einer UHP-Lampe ist, je nach Modell 2000Std. bzw. 4000Std.,
einige wenige halten sogar 6000 Std. Bei einem Lampenersatzpreis
von 400.- € bis 1000.- € (Speziallampen wie Xenon noch teurer
) ist dies ein wichtiges Kriterium.
Die Röhre beim Röhrenbeamer hält bis über
15 000 Stunden sollte aber nach 9 000 Stunden für einen
Preis von 350,- bis 1200,- und drüber gewechselt werden.
Weiteres ist unter Projektionslampen
zu finden.
Videobildqualität
Prinzipiell ist jeder Datentaugliche Projektor auch Videotauglich.
Manche Projektoren verfügen aber von Haus aus nicht über
die nötigen Eingänge, andere Projektoren benötigen erst
einen separat zu erwerbenden Zusatz( Videoboard ). Wichtig
ist auch, wie die Auflösung des Videobildes (312 Zeilen
je Halbbild,278 sichtbar ) auf die "Linien" des Datenprojektors
(z.B. SVGA mit 800(Linien)x600) umgerechnet wird. Manche
Projektoren berechnen die fehlenden Zeilen komplett neu,
andere verdoppeln einfach die Zeilen. Hieraus entstehen
Qualitätsunterschiede im Videobild. Für eine gute Videodarstellung
ist ein Kontrastverhältnis von 400:1 minimum.
Sehr wichtig ist im Videobereich der Schwarzwert, also die
erreichbare minimale Helligkeit. Hierbei haben Röhrenbeamr
den klaren Vorteil mit einen minimal-Lumen Wert von 0,1.
Deckenmontierbarkeit:
Dafür benötigt der Projektor die horizontale und die vertikale
Bildumkehr. Das Bild würde sonst auf dem Kopf stehen. Achten
sie darauf, daß alle Projektoren asymmetrisch abstrahlen
also, je nach Hersteller etwa 40% der Bildhöhe aus
der Mittelachse. Es wird also 9/10 nach oben und nur 1/10
nach unten projiziert. Gerade bei den Röhrenprojektoren
sollte auf das Gewicht geachtet werden. Diese Maschinen
können ein Gewicht von über 90kg haben, was für
die Deckenprojektion Probleme bereiten kann. Meistens müssen
Kabel im inneren des Projektors umgestekt werden, damit
das Bild umgekehrt werden kann.
Schrägprojektionsausgleich:
Immer wenn das Bild des Projektors schräg nach oben oder
unten projiziert wird, gibt es schräge Abbildungen auf der
Leinwand. Es entsteht ein störendes Trapez. Projektion vom
Tisch zu einer erhöhten Leinwand bewirkt, dass das Licht
des Projektors nach oben einen weiteren Weg zurücklegt,
dadurch breiter ist, als der untere Bildrand. Abhilfe schafft
entweder ein Shift-Objektiv (meistens nur bei High End zu
finden), dass das ganze Objektiv nach oben bzw. nach unten
schiebt, der Projektor bleibt gerade stehen. Die elektronische
Variante ist die Trapezkorrektur, die das ganze Bild einfach
umrechnet und die schrägen dadurch entfernt. Hier gibt es
Qualitätsunterschiede. Mögliche Trapezwinkel sind Sinnvollerweise
etwa 10-30 Grad Korrektur. Höhere Werte würden das Bild
verzerren. Jeder aktuelle Projektor hat eine vertikale Keystone
korrektur, wenige habe die Möglichkeit
das Bild auch horizontal auszugleichen.
Lüftergeräusch
Je leiser umso besser. Die Grenze liegt hier bei etwa 30/32dB, nach oben etwa 42-44dB,
einzelne Geräte auch bis zu 50 dB. Ausnahme stellt die Rückprojektion dar,
hier ist der Projektor durch eine Scheibe/Trennwand separat aufgestellt.
Projektoren mit geringen Lampenleistungen sind hier im Vorteil,
da die Wärme der Projektionslampe abgeführt werden muss s.
Es hängt sehr von dem Lampentyp ab, wie stark die Lampe gekühlt werden muß.
Metalldampflampen müßen sogar nach dem ausschalten noch gekühlt werden.
Die Röhre muß nicht so stark gekühlt werden, ist dadurch auch meistens leiser.
Auflösung
Gängige Projektorauflösung im Präsentationsbereich ist XGA (1024x768).
Preiswertere Geräte verfügen über 800x600 Auflösungen (SVGA).
SXGA (1280x1024) ist bei einigen DLP LCD Geräten real verfügbar.
Röhrenprojektoren sind schon gebraucht mit einer UXGA Auflösung (1600x1200) zu bekommen.
Grundsätzlich: Die Auflösung des Projektors kann nicht hoch genug sein. Optimal ist,
wenn der PC/Laptop und der Projektor die gleiche Auflösung besitzen. Nur sehr wenige Projektoren können die unterschiedlichen Auflösungen korrekt umrechnen und darstellen.
Hier ist ein direkter Vergleich zu
finden.